Mai 23

Wo ist mein 1987?

Veröffentlicht von bruZard

Gleich zu Anfang: Ich bin begeisterter und intensiver Nutzer des Systems “AMIGA”, auch wenn viele AMIGA nicht mehr kennen und die die dies noch tun nicht mehr wissen was das genau bedeutet.

Ich musste feststellen dass es da draussen tatsächlich noch Leute gibt die entweder hauptsächlich oder aber sogar ausschliesslich AMIGA nutzen. Mit dieser Erkenntnis kam aber auch die Ernüchterung dass diese “Hardcore-User” nichts über den Rest der Welt wissen oder wissen wollen. CSS? Bissu blöde, so ein neumod’scher Kram ist böse … JavaScript? Habe ich schon seit 100 jahren aus …

Amiga-User: Es gibt da draussen eine bunte und interaktive Welt die weder gut noch böse ist. Sie ist einfach da und will genossen werden!

Das bald keine moderner Browser mehr so betagte Dinge wie <body background=”… unterstützen wird ist den Spacken egal. Ebenso die Tatsache dass das <font> Tag schon ewig unter Artschutz steht und demnächst als ausgestorben gelten wird.

Heute hatte ich einen “pure AMIGA User” im ICQ und ich hatte das Gefühl auf einer Zeitreise zu sein. Auf meine Frage warum er sich das antut bekam ich als Antwort: “Wieso? Geht doch alles!” … er sah sich aber nicht in der Lage ein Bild zu schicken.

Ich liebe AMIGA … ein einfaches System das immer durchschaubar bleibt und mir nichts vorenthält … aber genauso einfach wie das System ist bieten sich mir auch seine Möglichkeiten an. Es ist einfach tot und veraltet, viele Zombies wollen das einfach nicht wahrhaben.

R.I.P. Amiga, ich spiele öfter noch gern mit Deiner Leiche.

Mai 7

Servicewüste nass gemacht.

Veröffentlicht von bruZard

In den letzten Tagen habe ich mich furchtbar über den Supermarkt “Marktkauf” erregt. Zunächst verbal, dann im IRC, per Telefon bei der entsprechenden Filiale und danach per Hatemail.

Letzteres hat bewirkt dass ich dieses Unternehmen nun in einem völlig neuen Licht sehe…

Die Vorgeschichte:

Vergangenen Samstag haben wir (Meine Frau und ich) ein Fahrrad gekauft. Dieses war, wie üblich, nur vormontiert und man musste mit dem mitgelieferten Werkzeug hier und da noch eine Schraube anziehen. Kein Problem, kenne ich, schonmal gemacht. Leider hat sich herausgestellt dass wohl mehrere Tonnen Zugkraft oder ein Wunder benötigt werden um diverse Teile, unter anderem so unwichtiger Kram wie der Lenker, fest zu zurren. Auch der Einsatz meines Lebendgewichts von etwa 100kg halfen nicht den Lenker dazu zu bewegen in seiner Position zu verharren, der leisteste Windhauch und das Teil zeigte in eine Richtung die einer vernünftigen Lenkoperation schonmal den Wind aus den Segeln nehmen könnte.

Am Montag also das Gerät wieder in den Marktkauf geschafft und auch prompt ein neues Fahrrad erhalten. Das festzurren der Einzelteile verlief hier wahnsinnig problemlos und ich war schon fast auf der Glückswelle als ich mich darum bemühen musste Luft auf die fast vollkommen platten Reifen zu bekommen.
Der prüfende Daumendruck zeigte mir dass durchaus noch etwas Luft vorhanden war, die Pumpe sah sich nur außerstande dem noch etwas hinzuzufügen.

Was habe ich gepumpt und geflucht … fast geschrien hätte ich, hätte ich nicht gewusst dass im Haus kleine Kinder schlafen möchten. Pumpen, innerlich schreien, pumpen, innerlich schreien.

Pumpe # 2
Pumpen, innerlich schreien, pumpen, innerlich schreien.

Pumpe # 3
Pumpen, innerlich schreien, pumpen, innerlich schreien.

Als ich alle drei Pumpen probiert und der Luftdruck der Pneus dies völlig ignoriert hatte, warf ich mich wütend ans Telefon um von eine(r/m) Mitarbeiter(in) beraten zu werden. Die Antwort am anderen Ende der Strippe fiel patzig, gelangweilt und fast frech aus. Unberaten und ohne Ahnung setze ich mich in eine Ecke und wackelte mit dem Kopf.

O.K. … der letzte Satz ist nicht so ganz der Realität geschuldet, außer dass ich unberaten in den Abend gegangen bin.

Meine Reaktion: “Jehste ma uff die Homepage der Jungs und sagts denen mal wat de davon hälst …. ”

Deren Reaktion:

Heute erschien ein äußerst symphatischer Marktkauf Mitarbeiter (ich glaube sogar der Chef, habe leider Namen und Status vergessen) in meinem Büro und hat sich für den Vorfall entschuldigt. Neben verbaler Unterwürfigkeit überreichte er mir noch eine Luftpumpe die mein Problem lösen kann. Nebenbei bot er mir noch einen Gutschein über 25 Tacken an, den ich aber ablehnte. Ich bin kein Ami, ich muss nicht aus einem zu heissen oder zu kaltem Kaffee Profit schlagen. Mit der Pumpe ist mein Problem aus der Welt und die unerhört schlampige Mitarbeiterin wird wohl bald woanders Böden schrubben und Angestellte eines anderen Chefs anpöbeln.

Fazit:
Ich sehe den Marktkauf nun mit anderen Augen. Wenn es ein Problem gibt muss man nur den/die richtigen Mann/Frau ans Gehör bekommen um auch gehört zu werden. Ein wenig Wasser ist auf jeden Fall in die Servicewüste gefloßen und ich bedanke mich herzlichst bei dem netten, bärtigen Mann dessen Namen mir leider entfallen ist.

Danke, ohne Ironie oder Sarksmus, einfach nur: Danke!

Nein, dieser Artikel wurde weder im Auftrag des Marktkauf, noch in Zusammenarbeit mit Trigami geschrieben. Er schildert einfach nur mein Erlebnis und dessen Folgen.

Mai 5

Zwischenruf

Veröffentlicht von bruZard

Ja, ja … ich weiß. Hier ist in der letzten Zeit nicht soviel passiert, wer errät warum das so ist muss den nächsten Absatz nicht lesen und gleich über “Los” gehen.

Ich habe einfach mal verdammt soviel zu tun dass mein Sohn mich schon “Onkel” nennt.

Warum ich hier und heute dennoch schreibe hat einen Grund: Wochenlang habe ich ellenlange CSS Schnipsel geschrieben um die albernen gepunkteten Rahmen um irgendwas im Firefox weg zu bekommen. Heute kam dann der Gedankenblitz und der ist einfach nur erschreckend simpel ausgefallen:

*:focus{ outline : none; }

Manchmal möchte man sich einfach nur ein rosa Hasenkostüm anziehen und bekloppt werden. Wegen der vielen rosa Hasenkostüme da draussen denke ich mir dafür aber noch was anderes aus…

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