Feb 28

Pausensnack

Veröffentlicht von bruZard

Mehr als einen Snack kann ich derzeit nicht bieten. Die WIndows-Installation fällt täglich mehr in sich zusammen und mein Linux macht auch nur Faxen. Nebenbei erinnert mich die Hardware mit ungekannten Geräuschen an ihr Alter.

Ich versuche “mal eben” meine dritte Hand zu retten und vertröste auf bessere Tage. Da ich zuhause offline bin und am Wochenende eh nie blogge, wird der nächste Eintrag wohl frühestens am nächsten Dienstag von sich reden machen.

Nicht weinen, ich habe nur ein Handicap, bin aber nicht tot.

Feb 22

Fett, dumm, alt.

Veröffentlicht von bruZard

Ist das eine Gleichung oder nur eine Metapher? Läuft doch im SchickiFicki-Mart ein alter Sack in Pendelbewegungen vor mir her und hat noch genug Geschwindigkeit drauf dass ich ihn, geländebedingt, nicht überholen kann. Wenn ich mit einem Kasten Bier in der Hand gen Ausgang strebe, vermeide ich grundsätzlich die Drehtür (welche stoppt sobald ein Vollpfosten gegen sie drückt) um die Kolonne an Drückern zu vermeiden. Versuche ich also eben die Tür rechts neben der Drehtür des Horrors zu erreichen. Scheiß Idee. Der alte, fette Sack mit dem Gleichgewichtsproblem hat dasselbe Ziel und schlingert vor mir her. Ist der Bekloppte eben noch gerannt als hätte seine Frau verlangt er möge ihr doch bitte Slipeinlagen in XXTitanic mitbringen, so drosselte er nun sein Tempo exponential. Aufgrund der nicht mehr ausreichenden Entfernung bis zur Tür, diverser “Kauf doch mal was Sinn freies” Pappaufsteller die den Weg zum Hindernislauf machen und einem tonnenschweren Bierkastens in meiner Hand, konnte ich nicht mehr an dem Kadaver vorbei ziehen und erlebte wie jemand Seidenunterwäsche mit dem Gabelstapler hebt. Selten habe ich eine Kreatur derart unbeholfen an einer einfachen, sich selbst schließenden Flügeltür gesehen. Mit allem was es hat stemmt das Rentner sich gegen Plastik, Aluminium und Glas während ich hinter ihm stand und hoffte noch am heutigen Tag das Freie zu erreichen. Nachdem ich mit langem Arm nachgeholfen hatte stand der Bekloppte nun also in der offenen Tür und guckt … er guckt. Er guckt nicht erstaunt dass diese Tür tatsächlich zu öffnen war, er guckt nicht freundlich dankend in meine Richtung weil ich ihm meinen starken Arm geliehen habe. Nö, er guckt nur … “Was so gibt” oder so. Er steht und guckt und steht … er steht mir direkt im Weg und macht auch keine Anstalten diesen Zustand zu verändern. Stehen und gucken, ist ja auch mal schön. An dieser Stelle endet dann mein Sinn für das globale Miteinander, mir entgleitet Höflichkeit und Anstand, meine Synapsen folgen nur noch dem Tier in mir und ich brülle ihn an wie meinen Hund wenn der wieder einmal den halben Tag knapp zehn Zentimeter vor meinen Beinen umher läuft:

“Jetzt laaauuuf, is’ denn dit…”

Ich habe nicht mal mehr zurück geschaut um zu sehen ob ich etwas falsch gemacht habe. Es ist einfach so dass ich Leute nicht ausstehen kann die permanent denken sie wären allein auf dieser Welt. T’schuldigung.

Feb 18

Die Flut wird kommen…

Veröffentlicht von bruZard

…und sie wird diesen “geklauten” Skin aus meinem Blog spülen. Alles wird am Ende bruZard sein und nichts an die Eleganz reibungsloser Skins aus dem Wordpress-Universum erinnern. Mögen sie auch jammern und weinen, grau ist der Blog und schwarz wird er werden. Blutrotes Gedärm wird seine Pfade zieren und kleine Kinder werden jammern, ob der Erbarmungslosigkeit schlechten Designs.

Denn mein ist mein Reich, mein Design komme, in Bälde oder auch erst in Tagen.

Amen!

Feb 14

Wie möchten Sie zahlen?

Veröffentlicht von bruZard

Zufällig gewählter UnternehmerErst kürzlich bin ich in irgendeinem Blog über die Meldung gestolpert dass die Bezeichnung “Blox” jetzt patentrechtlich geschützt ist. Interessant insofern als dass ich diese Bezeichnung vor Jahren selbst eingeführt habe, nämlich für mein Casual-Game “blox-n-balls“. Durch gierige Mitarbeiter (von denen ich mich dann alsbald getrennt habe) wurde diese “Marke” nie in Münzen umgesetzt und verlief sich im Sande. Klagen später verlief sich eine neu programmierte Fassung auf irgendeiner “Senator” Seite, wird derzeit noch auf der Website der Verräter gelistet und darf doch nie irgendwie mehr vermarktet werden. Schade eigentlich.
Worauf ich hinaus will ist aber nicht der Verlust eines simplen Ball-Spielchens, sondern die Möglichkeit einfach mal jeden Rotz zu patentieren. Was würde eigentlich passieren wenn es mir über wäre dass mein Name als Marke für irgendwelchen Dreck herhalten muss? Was wäre wenn ich nicht damit einverstanden wäre dass mein guter Name, den ich von meinen Eltern bekomme habe, dazu verwendet wird um den Raubbau an der Natur oder die Produktion von sinnfreien Gebrauchsgütern zu etikettieren? Dass dem so ist kann ich zweifelsfrei nachweisen, aber wer will in einem Blog schon so kleinlich sein? Kann ich diese Vollpfosten verklagen und verlangen ihren Namen zu ändern oder würde man eher verlangen dass ich, mangels Milliarden Dollar Rückendeckung, meinen Familiennamen ändere?

Vielleicht sehe ich das alles auch falsch und habe Unrecht. Vielleicht ist ja mein Name einfach nur ein Name und das nutzende Unternehmen hat weitreichendere Rechte als ich für mein verkorkstes Leben beanspruchen kann.

Denkenswert ist es alle mal!

*Oben gezeigtes Logo ist zufällig gewählt, es gibt tausende “Henschel” Logos und dieses wurde ohne Hass oder Vorliebe selektiert.

Feb 14

Zurück, stillstehen, vorwärts

Veröffentlicht von bruZard

Eine Internetpräsenz neu zu gestalten ist harter Tobak, besonders wenn die CI nur schwammig bis garnicht definiert ist. Ich versuche das gerade mit meiner eigenen Site und kämpfe mit eben jenen Problemen. Einziger Haltepunkt um den sich alles dreht ist: “Weniger Design, mehr von allem anderen …”, klingt blöd, ist es auch. Dennoch kann ich mich für reduzierte Gestaltungen begeistern und habe in meinem “work-directory” nun einen Entwurf zu liegen der eigentlich ganz gut ist, aber nicht so gut wie ich das gern hätte.

Alt und neu mal gegeneinander angetreten:

alt.jpg

neu.jpg

Feb 13

Ein Doppelklick zum Glück

Veröffentlicht von bruZard

Ich vermute Haarsträhnen vor meinen Augen, wische sie weg und erinnere mich daran dass mein Haar nicht länger als einen Millimeter ist. Mein linkes Auge zuckt nervös und nervt micht wirklich ungemein. Zwei Terminaufträge verlangen meine ungeteilte Aufmerksamkeit und teilen sich doch dasselbe Zeitfenster. Nur fünf Minuten, einfach fünf Minuten etwas kurzweiliges tun um wieder den Kopf zu richten, den Geist zu normalisieren. Schnell das Murmel-weg-klick-Spiel gestartet um etwas anderes zu tun als das was ich sonst so tue.

*klick*

Es tut gut die vielen kleinen grünen Murmeln verschwinden zu sehen, fast 500 Punkte für den ersten Klick.  Ich sehe eine große Sammlung roter Murmeln und denke an Politik, an rote Politik oder an schwarze die sich gern rot anmalt. Gleichzeitig sehe ich rote Politik die sich im roten Schafspelz tarnt und darunter ekelig braun ist. *Klick*, die Politik verschwindet für einige Millisekunden.

Blaue Murmeln … sie treten nur in Dreierkombinationen auf, sind weit gestreut und eher selten. Ich will den Punktemangel nicht forcieren und konzentriere mich auf die anderen Farben.

Es wird haarig … ich spiele auf “Mittel” und dort geht erst was wenn man drei aufeinmal erwischt. Der Streß kommt wieder, alle Farben nur in Zweiern und die Blauen und Roten eher einzeln. FUCK! Ich ziehe die Notbremse und klicke ganz am Rand zufällig die Farben weg, kein Effekt für die Mitte, dort bleibt alles bunt gewürfelt und unberührt.

Gestresst beende ich das Spiel und denke wieder an Politik, Zeitpläne und Jobs … diese Dreifaltigkeit macht mich nicht glücklich und schafft es nur mit Not mich zu ernähren.

Ein Doppelklick für ein neues Spiel … einfach nochmal probieren.

Feb 13

Sie haben gewonnen!

Veröffentlicht von bruZard

Quelle: http://medienkritik.typepad.comBisher dachte ich dass die Leute die diese Zettel mit fiktiven Gewinnen verteilen zuviel Geld haben und kein Schwein darauf reagiert. Bislang sprach ich auch dem hinterletzten Idioten noch soviel Grips zu dass dieser erkennt wenn einem nur Blödsinn auf den Teller geklatscht wird. Soweit meine Einschätzung, die Realität gestaltet sich natürlich wieder absurder als meine Fantasie.

Zuerst war da dieser Artikel im “Preussen-Spiegel” den ich nur deshalb überflogen habe weil meine Frau es bemerkenswert fand dass der Gewinn von 250,-Euro für einen Rentner Anlass genug schien um einen Zeitungsartikel zu verfassen. Natürlich hat dieser Rentner keine 250,- Euro gewonnen. Der Artikel befasste sich damit dass der ältere Herr und dessen Frau mit der Möglichkeit auf eben jene Summe gelockt wurden um an einer Verkaufsveranstaltung für Mond-beheizte Vorgartenmatratzen teilzunehmen.

Soweit so unspektakulär, passiert ja jeden Tag und überall in Deutschland dass auch dem letzten Schimpansen noch ein Loch in den Sparstrumpf geschnitten wird.
Grund für diesen Eintrag ist aber dass gestern auf RTL (ich schwöre dass ich nur aus Versehen RTL an hatte) ein “News-Flash” über Rentner gebracht wurde die mit satten “2.500 Euro pro Monat” zu einer derartigen Veranstaltung gelockt wurden. Das Schlimme ist: Die Bekloppten sind da wirklich hingefahren, mit Bus und so.

Meine persönliche Meinung: Wenn ich definitiv an keinem Wettbewerb oder Preisausschreiben teilgenommen habe, mir die absendende Firma komplett unbekannt ist und ich eh keine Ahnung habe wie jemand völlig aus dem Vakuum heraus an meine Adresse kam, dann landet der Dreck doch umgehend im Papiermüll. Nur meine persönliche Meinung. Ein Großteil deutscher Veteranen beharrt auf ein stures “Ich kann auch anders” und meint damit: “Ich kann auch anders als all diejenigen die ihr Leben mit einem Hauch von Intelligenz leben”.

Feb 11

Die Notwendigkeit des Seins

Veröffentlicht von bruZard

Gibt es eigentlich die Notwendigkeit zu Sein? Reicht es nicht die Tiefgründigkeit des Seins zu umschiffen und einfach nur zu sein?

Es fällt mir zunehmend schwer die philosophischen Ansprüche fremder und zum Teil unangenehmer Menschen zu erfüllen. Es fällt mir sogar schwer meine eigenen Ansprüche nicht zu sehr zu unterfordern. Aber derzeit ist es verdammt schwierig überhaupt einem Ideal nahe zu kommen. Da sitze ich und grübele … denke zeitgleich, ohne dass der Gedanke die Oberfläche erreicht und bewusst wirken kann. Es gelingt mir nicht einmal mehr großartig negativ zu denken ohne gleich in Hasstiraden zu versinken oder dem Ziel zu genügen nicht sofort dem Prekariat zugeordnet zu werden.

Mein Sein besteht derzeit nur in der Verfügbarkeit für die Familie und die absolute Sklaverei für die werte Kundschaft. Bier komplettiert meine Liste der Abhängigkeiten. Eigener Wille relativiert sich zunehmend durch die Forderungen der nahen Verwandeten und Angebundenen.

Seit nahezu vier Jahren ordne ich meine Bedürfnisse einer Familie unter, seit wenig mehr als zwei Jahren habe ich einen Grund dafür.

Ist es wirklich so einfach einen Menschen in der Wüste der Verantwortung verdorren zu lassen oder habe ich selbst einen nicht unangemessenen Anteil dazu beigetragen? Keine Frage, ich habe Zugeständnisse gegeben die ich früher niemals gegeben hätte, heute ordne ich mich einem Hund unter den ich weder mag noch lustig finde, dennoch führe ich dieses durchgeknallte Bündel Fell täglich mindestens dreimal aus.
Ich fühle mich gut dabei ein Frühstück für die Menschen zu bereiten die ich liebe und hasse es zeitgleich selbst zu frühstücken. Obwohl ich schlafen möchte bin ich der Erste der auf den Beinen ist und die liebe Familie mit Kaffe, Kakao und Brötchen versorge.

Es sind nicht die Brötchen, nicht der Kaffee, nicht das Frühstück oder was ich sonst noch so tue, das ich verteufele. Es ist die Tatsache dass auch die Party am Freitag keine Party im Kopf war.
Dauernd der Blick auf die Uhr und der nach Flensburg. Die Frage “Kann ich das Bier hier noch für zwei Punkte trinken?” … Wir hätten dort bis zur totalen Ernüchterung schlafen können … Madame schläft lieber auf der eigenen Matratze … Mir war es egal. Das Kind war bei Oma und das das Kind liebt die Oma. Auch ist das Kind in der Sicherheit erzogen dass auf einen “Oma-Tag” ein totaler “Papa-Tag” folgt. Es gab also keinen Grund die Chance nicht zu nutzen und einfach mal, nach Jahren der Abstinenz, über die Strenge zu schlagen und den Körper die Grenze weisen zu lassen.
Dazu kam es nicht. Keine Lust mehr, zuviele Menschen, zu müde, zuviele Dinge die neu sind, keine Ahnung. Kurz vor blau sein war die Party für uns zuende und wir fuhren wieder nach Hause.

Erschreckend für mich war nicht dass diese Party für mich so spontan für beendet erklärt wurde. Viel eher dass ich erst einen Tag später erkennen musste dass es mir nicht genügte alte Freunde wieder zusehen, sondern dass ich mich bis ins Koma besaufen wollte um das Sein zu fühlen.

Zu dem Thema werde ich mich wohl noch öfters äußern müssen.

Lokalisiert von Hashi. Ein Mitglied der Mediengeneration.