Deutsche, kauft nicht bei Nazis!
Veröffentlicht von bruZard
Bela B., seines Zeichens Mitglied der besten Band der Welt, hat den wundervollen Song “Deutsche, kauft nicht bei Nazis” geschrieben und stellt diesen kostenlos zur Verfügung.
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Reden Sie!
Veröffentlicht von bruZard
er: Eingangs möchte ich mich bei Ihnen bedanken dass auch Sie die NPD gewählt haben …
ich: Aber ich habe nicht …
er: ICH WAR NOCH NICHT FERTIG!
Er zupft sich das Hemd zurecht, blickt an sich herunter, nimmt einen Schluck Wasser und wendet (betont) seinen Blick wieder auf mich.
er: Wie gesagt, es ist Ihnen heute abend von Vorteil dass Sie sich für die Nationalisten entschieden haben. Ihre Frau und Ihr Kind …
ich: Es würde mir im Traum nicht einfallen …
er: JETZT REDE ICH!
Der Schleudergang zwischen freundlicher Ansprache und fiesem Gebrülle macht mich etwas nervös und ich bemerke wie mir warm unter den Achseln wird.
er: Wie auch immer. Erzählen Sie mir bitte von 1991. Da waren Sie in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet, ist das richtig?
ich: Sicher, ja, das ist richtig.
er: Dennoch haben Sie einem Sozialdemokraten zur Macht verholfen, ich sehe in meinen Unterlagen dass Sie das Zünglein an der Waage waren. Erklären Sie mir das!
ich: Ich wusste nichts von einem Zünglein und es erschien mir …
er: ES ERSCHIEN IHNEN? SIND SIE KATHOLIK?
ich: Nein!
er: NEIN?
…
er: Es ist ein schwarzer Fleck in Ihrer Akte, einer von vielen.
Ich bekomme urplötzlich Sodbrennen und meine Hände schwitzen.
er: Auch in den Jahren danach haben sie zunehmend Sozialdemokraten oder Linke gewählt, wie erklären Sie sich diese asoziale Phase? Waren Sie vielleicht überversorgt?
ich: Nein, das sicher nicht, ich dachte …
er: Das Denken überlassen Sie bitte denjenigen die etwas davon verstehen. Wir betreiben hier nur gerade eine Umfrage und die Stimme des Volkes soll gehört werden. Fahren wir also fort: Sie haben also bei der letzten Wahl auf die NPD …
ich: NEIN
er: Es ist äußerst unbefriedigend mit Ihnen zusammen zu arbeiten.
ich: Ich arbeite nicht mit Ihnen zusammen, Sie haben mich entführt und …
er: Wir haben Sie in Ihre demokratische Pflicht genommen, Entführungen fallen in den Zuständigkeitsbereich anderer Behörden.
ich: Was wollen Sie von mir?
er: Ihre uneingeschränkte Loyalität. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachen-Anhalt, Sachsen und Thüringen bilden wir die absolute Mehrheit. Unsere Bundeskanzler-Kandidatur ist nur noch eine Frage der Zeit und Sie sind einer derjenigen die hier noch nicht eingebunden wurden, auf die eine oder andere Weise. Deshalb frage ich ein letztes Mal: Was hat Sie dazu bewogen die NPD zu wählen?
ich: ICH HABE DIESE IDIOTEN NICHT GEWÄHLT!
es wird dunkel, ich schmecke Blut und wache auf … ich habe mir auf die Lippe gebissen.
Balder sucht die Wahrheit
Veröffentlicht von bruZard
Hugo Egon Balder sucht die Wahrheit … in einer Polit-Talkshow. Da er aber weiß dass so ein Politiker selten die Wahrheit sagt, hat er die endgeile Idee die Freaks erst besoffen zu machen und dann zu befragen.
Einem volltrunkenden Rollstuhlfahrer kann man eben besser die Luft aus den Reifen lassen wenn er mit erhobenem rechten Arm das Deutschlandlied grölt.
Kapuchstach
Veröffentlicht von bruZard
Neumi hat mich auf seine “Kapuchstach-Party” eingeladen. Ist sein dreißigster, also was zum ordentlich feiern. Wie lange war ich nun schon auf keiner Party mehr? Drei Jahre? Bestimmt, mindestens drei Jahre. Blöd nur dass die Party für Freitagabend angesetzt ist. Wer macht denn sowas? Für gewöhnlich ist man am Freitag noch am malochen und abends entsprechend fertig mit sich und der Welt. Naja, mal schauen, früher das Büro dicht machen, vorschlafen und versuchen irgendwie gut drauf zu sein.
Aber ich freue mich drauf, ehrlich … ganz ehrlich!
Sanierungsfall Nokia
Veröffentlicht von bruZard
Wenn ein internationaler Konzern mit nur 67% Steigerung ein Jahr beendet und diese 67% dann auch nur mit 7,2 Milliarden Euro beziffern kann, dann muss man sich schon die eine oder andere Träne verkneifen. Wie traurig ist das denn bitte schön? Die Anleger hatten glatte 100% erwartet und mit 7,2 Milliarden könnte man nicht mal das Land Brandenburg sanieren, ein Trauerfall. Wäre ich stolzer Besitzer von Nokia-Aktien, ich wäre enttäuscht. Geplant war die geile Yacht die die alte, 110 Meter lange, Barkasse ersetzt, aber es wird wohl nur bei der Renovierung des Elfenbein-Bades und dem Runderneuern der güldenen Armaturen bleiben müssen.
Für die Zukunft von Nokia und meine (hypothetischen) Aktien wünsche ich mir eine Steigerung des Gewinns in Rumänien auf 150% und das sofortige abschalten des Werkes in Cluj sobald eine Gewinnsteigerung auf 200% von den dortigen Sklaven Arbeitnehmern nicht mehr zu erwarten ist. Der nächste Schritt wäre dann China, um eine Lohnkostenreduzierung auf 0,1 Eurocent pro Stunde erreichen zu können. Vielleicht könnte China auch politische Häftlinge zur kostenlosen Arbeit anbieten um den Unternehmenserfolg nicht vorzeitig zu unterbrechen.
Wenn Nokia meine, nun wirklich bescheidenen, Ansprüche nicht erfüllen kann oder will, werde ich wohl doch wieder in “Thyssen-Krupp” oder “Heckler & Koch” investieren müssen.

