Softeis
Veröffentlicht von Jens Henschel
Sowas sollte nicht passieren, die Evolution hätte da irgendwas machen müssen. Sie hat es aber nicht getan, hat gepennt oder da irgendeinen Plan und so kommt es hin und wieder vor dass ich plötzlich aus meiner selbst gebastelten Lethargie erwache, mich erschrecke und denke “Für immer Punk”. Blöderweise passiert sowas nur wenn es schon zu spät ist. Ein fetter Mittdreißiger mit Frau und Kind kann rebellieren gehen, sieht dann meist aber nur dämlich aus. Heute war es Punk für mich dass ich den Müll nicht raus gebracht habe, obwohl ich es heute morgen versprochen habe. Nun bin ich wohl wieder ein bisschen Punk aber der Gestank in der Küche kotzt mich an. Ich habe auch meine Hose einfach vor den Fernseher geworfen und schreibe diesen Beitrag in Unterhosen, blöd nur dass ich weiß dass ich sie gleich wieder anziehen werde um mit dem Hund raus zu gehen. Ich könnte mir auch einen Iro rasieren wenn ich nicht aus praktischen Gründen eine Kurzhaarfrisur tragen würde. Meine Klamotten aufschlitzen und mit Kronkorken behängen ist jetzt auch blöd weil ich dann ja gleich wieder neue Sachen kaufen müsste und meine Kronkorkenjuwelenverzierte Hose nur selten tragen könnte. Alles in allem ist Punk sein sehr anstrengend und mit einem konservativem Lebensstil wenig bis gar nicht zu kombinieren. Aber vielleicht war ich ja heute schon ein bisschen Punk als ich vor der Haustür stand und eine illegale “Jin Ling” rauchte. Eine meiner Nachbarinnen kam dazu und stellte sich bequem auf die Seite in die der Wind den Rauch wehte. Sie bemerkte dann dass das Ganze sehr abträglich bezüglich meiner Lebenserwartung wäre und hustete kurz und latent künstlich. Anstatt sich aus der Wolke zu entfernen und das zu tun weswegen sie das Haus verließ warf sie mir noch den Fragebrocken “Sie essen bestimmt auch Fleisch …” vor die ungeputzten Schuhe. Scheiße, wie Punk ist das denn? Klar esse ich Fleisch, wenn es geht täglich und in rauen Mengen, manchmal sogar roh! Punk wäre es vielleicht gewesen ihr direkt ins Bein zu beißen, aber ich grinste sie nur schief an und ging wieder ins Haus.
Aber morgen werde ich es tun, ich werde die 800m Gewaltmarsch auf mich nehmen und zu meinem Dealer laufen. Der verkauft mir seinen Stuff und ich stelle mich damit vors Haus. Soll die Schlampe doch zuschauen wie ich genüsslich mein Softeis esse, ich hoffe Veganer haben da richtig Bock drauf und dürfen es nicht!
Oh fuck!
Veröffentlicht von Jens Henschel
Ich hocke hier vor meinem Computer und bin nicht mal in der Lage den folgenden Schwachsinn per Handy oder Netbook zu produzieren, nee … ich muss dazu ein kleines Kernkraftmasseabzugsgerät hochfahren (gefühlte 30min) und mich dann in gefühlten 10 Minuten hier einloggen.
Fuck!
Ich bekomme ganz Strasburg (Mecklenburg-Vorpommern) schneller für irgendwas mobilisiert als ich diesen scheiß Rechner hochfahren oder mich selbst mobilisieren kann.
Strasburg … Mecklenburg Vorpommern.
Da werden Erinnerungen wach … Meine erste wirklich große Liebe. Ich vermutete die Liebe vorher öfters bei dem einen oder anderen Mädel, aber dieses Mädchen war so besonders dass sie mich noch heute beschäftigt. Anett hieß das göttliche Geschöpf und das “nett” im Namen ist nur eine Simplifizierung dessen was sie wirklich war …
Sie hätte die Mutter des Kindes sein können welches ich nie wollte und welches jetzt (dank einer anderen Frau) mein Leben verzaubert.
Aber das Leben wollte es anders, oh fuck .. was wäre geworden wenn sie nicht einfach mit irgendwem durchgebrannt wäre? Hätte ich dann heute diesen großartigen Sohn der gerade in seinem Zimmer den Schlaf der Gerechten schläft? Wäre sie genauso genial wie die Frau die ihren Platz eingenommen hat?
Oh fuck, ich schwelge gern in Erinnerungen … aber ich liebe es nach Hause zu kommen und diejenigen vorzufinden die mich lieben und mit mir gehen.
Amen.
Detailansicht
Veröffentlicht von Jens Henschel

Wer sich unter meinen werten Lesern und Leserinnen und Leserinninnen schon immer gefragt hat wie die Leute denn so wohnen die der Henschel so hasst und jagt, dem liefert der grandiose Jochen Malmsheimer die Antwort.
Ich kann es leider nur als Link hier darbieten da der Jochen (wahrscheinlicher sein Mänätschment) den Praktikanten bei Youtube gebeten hat ein Einbetten zu verhindern.
>> Jochen Malmsheimer über das bürgerliche Wohnzimmer <<
Köstlich!
Wahlversprechen
Veröffentlicht von Jens Henschel
Nun sind Biene Merkel und Westerwilli also eine Weile im Amt und ich habe die ganze Zeit beobachtet wie die Wahlversprechen, eines nach dem anderen, skalpiert werden.
Jetzt soll also der Freiraum für Vermögen erhöht werden was besserverdienenden erlaubt mehr Geld für die verzogenen Gören zu bekommen. Also ausgerechnet die die alles haben sollen noch mehr bekommen … gute Idee Bundesschlampe.
Dann soll es 150 Tacken für Basemember geben die es sich erlaubt haben Kinder in die Welt zu setzen und danach schön zu Hause bleiben um die Blagen mit Haferschleim zu füttern. Sich selbst poltert man den einen oder anderen Drink in die kranke Seele und genießt es dass mal wieder ordentlich Kohle in die HartIV Wüste gespült wurde.
Anstatt man mit dieser Kohle KiTas finanziert in denen zumindest eine Chance besteht dass die Brut den einen oder anderen Hint für ein anständiges Leben erhascht, darauf kommt unsere “Elite” natürlich nicht.
Ich mag jetzt echt nicht den gesamten Scheiß in einen Beitrag stopfen (ich könnte mir Material für weiteres Erbrechen vorweg nehmen).
Schwarz Gelb geht die Welt zugrunde … jetzt dürfen die ganzen Kleingartenspartenfreunde und Kleintierzüchter 4 Jahre darüber nachdenken was sie falsch gemacht haben … außer ihr Einkommen übersteigt die Phantasie eines HartzIV Beziehers mit echten Ambitionen auf einen Job, dann hat der Kleingartennazi natürlich gewonnen.
Was für ein demokratiefreies Drecksland.
By The Way 2009
Veröffentlicht von Jens Henschel
Generation “Leben”
Veröffentlicht von Jens Henschel
Nikola Hahn hat auf ihrer Website ein Dokument veröffentlicht das ich sehr spaßig finde. Ich zitiere hier mal das erste Kapitel für alle die auch 70er Kinder sind und wissen dass aus dem Wasserhahn kein Teufel kommt.
1. Kapitel: Eine Generationengeschichte
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nicht mit dir zu tun … Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte gepackt …
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne, und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte schuld, außer wir selbst. Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst du dich noch an “Unfälle” erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.
Wir aßen Kekse, Brot mit Butter dick, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus der Flasche und niemand starb an den Folgen. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitiger Eltern. Keiner brachte uns und keiner holt uns … Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter, und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So was!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen. Und du gehörst auch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!
Ich empfehle alle Kapitel auf der Seite von Nikola Hahn zu lesen. Sehr richtig, sehr wichtig und zumindest amüsant.
