Damals(TM)
Veröffentlicht von Jens Henschel
Es gab mal eine Zeit da war der Amiga der coolste Computer und der Rest der Welt hatte Mühe zu dem gegebenen Vorsprung aufzuschliessen. Commodore, die Firma die aus diesem coolen Computer bis ans Ende aller Zeiten Profit hätte schlagen können, hat dann alles versaut und auch nach der Pleite von C= ging es nur noch bergab. Mühsam nährt sich das Murmeltier und die Amiganer hechten heute allem hinterher was nicht Standard ist. So basteln gerade ein paar Belgier an einem Rechner der so kacke teuer und gleichzeitig so unterversorgt an Leistung ist dass man Vergleiche zu Austern ziehen möchte: Sieht scheiße aus, schmeckt scheisse, ist aber seeeehr besonders!
Nun haben ein paar Backstreetboys angeblich die Rechte an den Marken “Commodore” und “Amiga” erworben, haben eine 20$ Homepage mit geklauten Bildern und Texten online gestellt und drohen damit einen schmalen Tastaturrechner mit installiertem AROS unter dem Namen “Commodore Amiga” zu verkaufen.
Was für ein Aufschrei im Rest der Amiga Community … Amiga Inc. (der Feind) und Commodore USA (wahrscheinlich auch ein Feind) tun sich zusammen und beuten das Erbe aus. Das ehrenwerte Erbe eines schmalbrüstigen Rechners dem alles fehlt um benutzbar zu sein. Zeter und Mordrio! Wie kann es ein Unternehmen wagen “Amiga” auf einen x86 Rechner zu pappen? Wie kann es sein dass irgendwer überhaupt noch “Amiga” sagt und damit meint etwas verändern zu wollen? Klar, die beiden “Unternehmen” Amiga Inc. und Commodore USA werden so ziemlich alles versauen was es zu versauen gibt, aber Hyperion und A-EON machen das ja auch nicht besser. So lehne ich mich zurück, schnappe mir ein Bier und eine Tüte Chips und gucke zu wie engstirnige Pappnasen sich gegenseitig zerfleischen weil sie immer noch der Meinung sind der Amiga würde in den nächsten 1000 Jahren noch irgendeine Rolle im großen Computer-Geschäft spielen.
Wenn irgendwer mit Geld die Marken “Commodore”, “Amiga” und “AmigaOS” aufkauft, ihr endlich wieder eine CI verpasst, Designer-Rechner mit besonderem Inhalt schafft und das OS auf das Level eines “Snow Leopard” hebt, dann kann auch Amiga wieder mitspielen … aber mit dem Hobby-Gebastle dass derzeit stattfindet ist das nicht zu schaffen. So emuliere ich weiter und programmiere 68k Spiele … läuft ja und ist so gut wie vor 20 Jahren.
Die Welt ist schön
Veröffentlicht von Jens Henschel
Habt ihr mitbekommen dass unsere Regierung die Hilfe für Pakistan massiv aufgestockt hat? Gleichzeitig brüllt man uns an dass wir gefälligst spenden sollen wenn der UN Fürst das so weinerlich fordert. Ich habe fast das Gefühl das man mir ein schlechtes Gewissen einreden will weil ich einer korrupten Regierung und einem radikalen Volk nicht all meine Euronen überweise.
Ganz ehrlich? Mir ist es scheißegal ob dieses ganze Volk den Bach (hihi, Bach!) runtergeht. Von mir aus kann der gesamte nahe Osten verrecken, interessiert mich kein Stück. Da kommt nichts her außer Gewalt und miesen News. Permant ist da einer am rumballern und Mütter erschiessen, oder man sprengt sich gleich mit allem in die Luft was man so besitzt oder man möchte gerne einen eigenen Staat oder man findet einfach nur dass der eigene imaginäre Freund viel cooler ist als der der anderen und tötet alles was nicht das selbe Kleidchen trägt. Was soll das Herumhampeln mit diesem ganzen Religionsblödsinn? Ist mir doch scheißegal ob einer denkt er wäre von Gott erschaffen der seinen Namen nicht genannt haben möchte (Datenschutz anno dutzemal) oder von Allah oder von Bill Gates … sollen diese Idioten ihre Bildungslücken doch in den eigenen vier Wänden klar machen.
Um auf Pakistan zurück zu kommen: Es ist mir scheißegal.
D..D…R
Veröffentlicht von Jens Henschel
Es ist ja kaum zu glauben was der Jugend heute über die DDR berichtet wird. Das meiste scheinen die Hosenscheisser über Filme zu erfahren. Ich habe mir heute auf Empfehlung “Friendship” angeschaut und war entsetzt wie wenig der Autor, der Regisseur und wer auch immer über die DDR weiß. Die Protagonisten hatten regulären Englisch-Unterricht und können weniger englisch als ich der diesen Unterrichts-Part nicht miterleben durfte? Die Folks wussten nichts über die westliche Welt?
Solche Menschen gab es in der DDR nicht oder nur sehr vereinzelt wenn sie überzeugt genug davon waren dass die sozialistische DDR die einzige Konsequenz aus allen vorangegangenen Systemen sei.
Es kotzt mich an wie ein, der Perfektion nahes, System an den Greueltaten festgemacht wird die einige Wenige erfahren mussten. Die DDR wäre auf jeden Fall verreckt, keine Frage. Es gab keine Alternative zur Revolution, keine Frage. Ein Staat der jeden Bürger als Feind betrachtet und einen derartigen Aufwand betreibt um jeden Einzelnen überwachen zu können ist verachtenswert, keine Frage … aber heute haben wir fast dieselbe Situation und der lahme Bayer sorgt sich eher darum dass er in seiner Kneipe nicht mehr rauchen darf.
Als ich 14 war wusste ich dass ich einen Ausbildungsplatz bekommen würde, ich wusste zu 100% dass ich danach einen Job haben würde. Als ich 16 war und meine Eltern sich über einen bescheuerten Grundig Farbfernseher aus dem Second-Hand-Shop freuten wusste ich nicht mal mehr ob ich noch ein Jahr überleben würde. Meine Eltern wurden beide arbeitslos, so wie tausende andere in unserer Stadt. Von jetzt auf gleich waren 20.000 Menschen ohne Job.
Ich bin verfickt nochmal nicht auf die Straße gegangen um mir von einem HartzIV Almosen ein “KitKat” kaufen zu können, ich bin mit Todesangst auf die Straße gegangen um freie Wahlen und mehr Selbstbestimmung zu erreichen. Aber irgendwann kamen die Idioten die aus “Wir sind das Volk” den Spruch “Wir sind ein Volk” gemacht haben, und so ging alles den Bach runter.
Für alle Idioten dieser Welt: Die Finanzkrise war nur ein Vorgeschmack darauf was ihr in Zukunft bezahlen dürft damit wenige ihren aufwendigen Lebenstil beibehalten dürfen. Die Abwrackprämie: Du bezahlst weniger für ein Auto im Augenblick, aber am Ende bezahlst Du es dennoch selbst. Die Rente: Du erwartest dass die Alten länger arbeiten und erhoffst Dir so Steuererleichterungen: Bis 2030 wirst Du mit 50 Jahren keinen Job bekommen, egal wie qualifiziert Du bist. Die Regierung erwartet dass weniger Menschen immer mehr finanzieren müssen und damit haben sie recht, denn sie tun nichts um das zu verhindern. Die Opas und Omas aus CDU und CSU erwarten dass Mama zu Hause bleibt damit der Mann die Familie finanziert, die FDP strebt an dass die Deutschen für Null arbeiten damit die Klientel das unsinnige “ExtremPunkte” Ziel an der Börse erreicht.
Es wäre alles so einfach, aber das will ja keiner hören …
Softeis
Veröffentlicht von Jens Henschel
Sowas sollte nicht passieren, die Evolution hätte da irgendwas machen müssen. Sie hat es aber nicht getan, hat gepennt oder da irgendeinen Plan und so kommt es hin und wieder vor dass ich plötzlich aus meiner selbst gebastelten Lethargie erwache, mich erschrecke und denke “Für immer Punk”. Blöderweise passiert sowas nur wenn es schon zu spät ist. Ein fetter Mittdreißiger mit Frau und Kind kann rebellieren gehen, sieht dann meist aber nur dämlich aus. Heute war es Punk für mich dass ich den Müll nicht raus gebracht habe, obwohl ich es heute morgen versprochen habe. Nun bin ich wohl wieder ein bisschen Punk aber der Gestank in der Küche kotzt mich an. Ich habe auch meine Hose einfach vor den Fernseher geworfen und schreibe diesen Beitrag in Unterhosen, blöd nur dass ich weiß dass ich sie gleich wieder anziehen werde um mit dem Hund raus zu gehen. Ich könnte mir auch einen Iro rasieren wenn ich nicht aus praktischen Gründen eine Kurzhaarfrisur tragen würde. Meine Klamotten aufschlitzen und mit Kronkorken behängen ist jetzt auch blöd weil ich dann ja gleich wieder neue Sachen kaufen müsste und meine Kronkorkenjuwelenverzierte Hose nur selten tragen könnte. Alles in allem ist Punk sein sehr anstrengend und mit einem konservativem Lebensstil wenig bis gar nicht zu kombinieren. Aber vielleicht war ich ja heute schon ein bisschen Punk als ich vor der Haustür stand und eine illegale “Jin Ling” rauchte. Eine meiner Nachbarinnen kam dazu und stellte sich bequem auf die Seite in die der Wind den Rauch wehte. Sie bemerkte dann dass das Ganze sehr abträglich bezüglich meiner Lebenserwartung wäre und hustete kurz und latent künstlich. Anstatt sich aus der Wolke zu entfernen und das zu tun weswegen sie das Haus verließ warf sie mir noch den Fragebrocken “Sie essen bestimmt auch Fleisch …” vor die ungeputzten Schuhe. Scheiße, wie Punk ist das denn? Klar esse ich Fleisch, wenn es geht täglich und in rauen Mengen, manchmal sogar roh! Punk wäre es vielleicht gewesen ihr direkt ins Bein zu beißen, aber ich grinste sie nur schief an und ging wieder ins Haus.
Aber morgen werde ich es tun, ich werde die 800m Gewaltmarsch auf mich nehmen und zu meinem Dealer laufen. Der verkauft mir seinen Stuff und ich stelle mich damit vors Haus. Soll die Schlampe doch zuschauen wie ich genüsslich mein Softeis esse, ich hoffe Veganer haben da richtig Bock drauf und dürfen es nicht!
Vielleicht ausrotten?
Veröffentlicht von Jens Henschel
Ich bin in der Regel sehr gesetzt und versuche Konflikte zu vermeiden. Gern lasse ich meine Meinung auch in der Hosentasche und sage “Ja” zum dämlichsten Diskurs des Jahres. Aber hin und wieder lasse ich mich auch gehen und werde wütend. So wütend dass ich mich auch mal mit den Schlimmsten der schlimmen anlege. So geschieht es regelmäßig dass ich kotze wenn religiöse Fanatiker auf den Plan treten. Katholiken die Kinder verrecken lassen weil sie denken es wäre der Plan ihres erfundenen Wiesels, Islamisten die denken der Osten wäre überall und einfach mal in Richtung Ostsee beten und danach mit Gewalt versuchen ihrem imaginären Freund zu gefallen. Geil ist auch wenn ein kleiner beschissener Kinderficker-Katholik in die Medien posaunt dass die armen Schweine die in Duisburg verreckt sind Opfer der “Strafe Gottes” geworden sind weil sie ja mit ihrer Teilnahme gegen die Schöpfung und den Willen Gottes agiert haben und damit der gerechten Strafe anheim wurden. Da frage ich mich warum dem Abschaum keine Strafe erteilt wurde der unschuldige Kinder mißbraucht hat. Diese Drecksäcke die sich in der Kirche versteckt haben um arglosen Kindern aufzulauern. Ist es der pädagogische Ansatz der Kirche Kinder zu vergewaltigen um deren Erziehung voranzutreiben? Wie passt das mit dem Unsinn “Kein Sex vor der Ehe” zusammen? Es wäre vielleicht ein Segen für die aufgeklärte Welt wenn sich Bischöfe irgendwo auf der Alm selbst in die Luft sprengen. Vielleicht können sie sich noch mit Evangelen, Buddhisten, Islamisten und wie sie alle heißen treffen und eine fette “Ich-hacke-mich-jetzt-selbst-kaputt” Party feiern. Alternativ könnte die vernünftige Welt auch einfach Religionen verbieten, das funktioniert mit den Nazis zwar auch nicht ganz so wie wir das gern hätten, aber zumindest hätten wir den Verfassungsschutz im Vatikan. Am Ende bleibt aber wahrscheinlich nur die eine Möglichkeit: Die Dummen nach Italien. Aber leider gibt es in Deutschland keine Demokratie, so müssen wir wohl noch lange mit den religiösen leben.
P.S.: Ich habe gehört dass sogar Politiker an Gott glauben, na … da wundert mich garnichts mehr.
“Glaubenskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen die sich darüber streiten wer den coolsten imaginären Freund hat.”
MANN! MANN! MANN!
Veröffentlicht von Jens Henschel
Zwar auch für Frauen aber dennoch: Mann! Mann! Mann!
Immer noch kein neues Blog und keine neue Adresse … zuviel Streß neben Hobby-Blog, Hobby-Coden, Hobby-Arbeiten.
Hobby Arbeiten?
Ja klar Hobby Arbeiten. Meinst Du in echt ich schreibe mehr Zeilen Code am Tag als mein alter Prof jemals für gut befunden hätte und verdiene weniger als ein China-Mann bei Mickey-Soft? Dazu noch “Projekt-Manager” die glauben ins Pflichtenheft “Müll rausbringen” schreiben zu müssen. Zwanzig vom Arbeitsamt überwiesene “Web-Worker” und nicht einer bekommt ein einfaches MySQL Query an den Start, aber ich werde bezahlt wie eine 1 Dollar Nutte.
Derzeit darf ich eine Software für ein paar Rechtsanwälte schrauben die scheinbar Websites nur dann anfahren wenn sie schön bunt sind. Ein halbes dutzend mal dem Rechtsverdreher erläutert dass die Seite die langweilig aussieht das Backend ist, da er kaum sein eigener Mandant ist wird er auf dem Frontend nicht viel reissen … hindert ihn nicht daran jeden Hinweis zu ignorieren und weiterhin zu lamentieren dass er sich nicht einloggen kann. Ich bin fast versucht nur für ihn eine Weiterleitung einzubauen …
Nur Idioten um mich herum … ich kann keinen Bürostuhl nach hinten schieben ohne einem Monk auf den Fuß zu fahren.
Deshalb bleibe ich auch morgen zu Hause und arbeite hier … wenn ich hier den Stuhl nach hinten fahre erwische ich den Hund, und der ist wesentlich intelligenter als alles was mir im letzten halben Jahr die Zeit gestohlen hat.
Der vorletzte Eintrag …
Veröffentlicht von Jens Henschel
… in diesem Blog auf diesem Server.
Es stört mich schon seit Jahren dass ich kein eigenes Design und keine wirkliche Linie in diesem Blog habe. Deshalb wird diese Site ins Archiv gepackt und demnächst mit neuer Adresse und mit Plan neu begonnen.
Keine Angst, ich bin nicht weg. Ich fange nur unter anderer Adresse, mit eigenem Design und besserer Software woanders nochmal neu an. word.sedm.de ist doch nett, oder hood.sedm.de … vielleicht auch methusalem.sedm.de, aber das wäre ja Quatsch.
Dieses Blog bleibt bestehen, wird aber nur noch um einen weiteren Eintrag erweitert: Die Bekanntgabe der neuen Adresse.
Ich hoffe ich sehe den einen oder anderen Leser in der neuen Heimat.
Schmerz ist eine Kunst
Veröffentlicht von Jens Henschel
Mein Gott, was war ich ein verwegener Rüpel. Ich wollte frei sein auch wenn ich daran verrecke. Ich wollte stark sein und meine Muskeln degenerierten Woche für Woche bei 15 Stunden auf dem Sessel vor dem Monitor. Ich wollte allein sein … aus welchen Gründen auch immer.
Unabhängigkeit … dies Kunstwort, entlehnt einer längst vergangenen Epoche. Unabhängigkeit ist nicht machbar und auch nicht gegeben, aber man kann versuchen sie zu fühlen und zu geniessen. Unabhängigkeit geniessen heißt in der Regel über die Strenge zu schlagen und zu denken man wäre unabhängig.
Ich war unabhängig … in dem Rahmen den ich dachte dass er mir gegeben wäre. Es gab keinen Rahmen.
Jetzt fühle ich den Rahmen in jeder Faser meines Körpers. Der Rahmen schließt sich wieder um das Bild zu fassen und quetscht mich dabei in einen Schmerz den man nur mit Willen ertragen kann. Es ist nicht die Natur die einen Willen zulässt, es ist etwas anderes.
Schmerz zu ertragen ist eine Kunst und ich bin der Künstler.