Der vorletzte Eintrag …
Veröffentlicht von Jens Henschel
… in diesem Blog auf diesem Server.
Es stört mich schon seit Jahren dass ich kein eigenes Design und keine wirkliche Linie in diesem Blog habe. Deshalb wird diese Site ins Archiv gepackt und demnächst mit neuer Adresse und mit Plan neu begonnen.
Keine Angst, ich bin nicht weg. Ich fange nur unter anderer Adresse, mit eigenem Design und besserer Software woanders nochmal neu an. word.sedm.de ist doch nett, oder hood.sedm.de … vielleicht auch methusalem.sedm.de, aber das wäre ja Quatsch.
Dieses Blog bleibt bestehen, wird aber nur noch um einen weiteren Eintrag erweitert: Die Bekanntgabe der neuen Adresse.
Ich hoffe ich sehe den einen oder anderen Leser in der neuen Heimat.
Schmerz ist eine Kunst
Veröffentlicht von Jens Henschel
Mein Gott, was war ich ein verwegener Rüpel. Ich wollte frei sein auch wenn ich daran verrecke. Ich wollte stark sein und meine Muskeln degenerierten Woche für Woche bei 15 Stunden auf dem Sessel vor dem Monitor. Ich wollte allein sein … aus welchen Gründen auch immer.
Unabhängigkeit … dies Kunstwort, entlehnt einer längst vergangenen Epoche. Unabhängigkeit ist nicht machbar und auch nicht gegeben, aber man kann versuchen sie zu fühlen und zu geniessen. Unabhängigkeit geniessen heißt in der Regel über die Strenge zu schlagen und zu denken man wäre unabhängig.
Ich war unabhängig … in dem Rahmen den ich dachte dass er mir gegeben wäre. Es gab keinen Rahmen.
Jetzt fühle ich den Rahmen in jeder Faser meines Körpers. Der Rahmen schließt sich wieder um das Bild zu fassen und quetscht mich dabei in einen Schmerz den man nur mit Willen ertragen kann. Es ist nicht die Natur die einen Willen zulässt, es ist etwas anderes.
Schmerz zu ertragen ist eine Kunst und ich bin der Künstler.
Oh fuck!
Veröffentlicht von Jens Henschel
Ich hocke hier vor meinem Computer und bin nicht mal in der Lage den folgenden Schwachsinn per Handy oder Netbook zu produzieren, nee … ich muss dazu ein kleines Kernkraftmasseabzugsgerät hochfahren (gefühlte 30min) und mich dann in gefühlten 10 Minuten hier einloggen.
Fuck!
Ich bekomme ganz Strasburg (Mecklenburg-Vorpommern) schneller für irgendwas mobilisiert als ich diesen scheiß Rechner hochfahren oder mich selbst mobilisieren kann.
Strasburg … Mecklenburg Vorpommern.
Da werden Erinnerungen wach … Meine erste wirklich große Liebe. Ich vermutete die Liebe vorher öfters bei dem einen oder anderen Mädel, aber dieses Mädchen war so besonders dass sie mich noch heute beschäftigt. Anett hieß das göttliche Geschöpf und das “nett” im Namen ist nur eine Simplifizierung dessen was sie wirklich war …
Sie hätte die Mutter des Kindes sein können welches ich nie wollte und welches jetzt (dank einer anderen Frau) mein Leben verzaubert.
Aber das Leben wollte es anders, oh fuck .. was wäre geworden wenn sie nicht einfach mit irgendwem durchgebrannt wäre? Hätte ich dann heute diesen großartigen Sohn der gerade in seinem Zimmer den Schlaf der Gerechten schläft? Wäre sie genauso genial wie die Frau die ihren Platz eingenommen hat?
Oh fuck, ich schwelge gern in Erinnerungen … aber ich liebe es nach Hause zu kommen und diejenigen vorzufinden die mich lieben und mit mir gehen.
Amen.
Walker
Veröffentlicht von Jens Henschel
Ich sehe mich gezwungen einen Artikel zum Thema “Amiga” zu schreiben. Warum ich das tue? Weil ich es kann und weil ich ein Blog habe das so blöd ist dass es das verträgt.
Der Walker war ein Produkt der verzweifelten Amiga Maschinerie die irgendwie versuchte anders zu sein ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Der Amiga war schon dabei mit Abgesängen begleitet den Bach (ohne Wasserkühlung) runter zu gehen, da ersponnen Ideologen ohne Ideen oder anderen Hintergründen einen Abgrund der in der Inkarnation “Walker” mündete ohne dass es jemandem mundete.
Selbst Fachzeitschriften tönten aus ihren Fächern dass dieser “Walker” ein Staubsauger sei, das hässlichste was man seit diversen Atari Kopien gesehen hätte. Die Fachzeitschriften nahmen damals noch Leserzuschriften entgegen, das waren physikalisch versendete Papiereinheiten die von den Versendern handschriftlich mit diversem Unsinn gefüllt wurden.
Eine EMail ist schnell gefüllt mit Inhalten wie dem philosophischem “Geh doch zu Hause Du alte Scheisse, isch weiß wo Dein Haus wohnt”. Ein Leserbrief in den 90ern war da schon weit aufwändiger und tiefer. Tiefer nicht im Sinne des Inhalts und der prosaischen Bedeutung, aber tiefer in der verfickten Tasche des Briefboten weil einfach keine Sau mehr Briefe schrieb außer den Fundamentalisten der Commodore Amiga Fraktion. Ein Wunder dass 1995 nicht 60% der Leserbriefe an das Amiga Magazin aus Nitroglycerin gestanden.
Anfang der 2000er lüftete sich auf einem der Anonymen Amiga User Treffen in Köln das Geheimnis um das Innenleben des “Walker” und man war so enttäuscht wie erleichtert dass es sich nur um einen A600 im Staubsauger handelte. Kein Quantensprung in der Sackgasse der Plane-basierten Grafik, kein kalter Krieg gegen den endlosen Arbeitsspeicher der Doze-Fraktion welche ja scheinbar nur 64kb zu Verfügung haben und auch keine Erkenntnisse was jenseits der 14MHz Barriere liegt. Nichts …
Es gab Tränen, es gab Zusammenbrüche … ABER! Ganz wichtig! Es gab auch Leute die erkannten: Scheiße, ich habe einen Pegasos und einen AmigaOne … der Kelch ging an uns vorüber.
Detailansicht
Veröffentlicht von Jens Henschel

Wer sich unter meinen werten Lesern und Leserinnen und Leserinninnen schon immer gefragt hat wie die Leute denn so wohnen die der Henschel so hasst und jagt, dem liefert der grandiose Jochen Malmsheimer die Antwort.
Ich kann es leider nur als Link hier darbieten da der Jochen (wahrscheinlicher sein Mänätschment) den Praktikanten bei Youtube gebeten hat ein Einbetten zu verhindern.
>> Jochen Malmsheimer über das bürgerliche Wohnzimmer <<
Köstlich!
Sonntag
Veröffentlicht von Jens Henschel
Es ist kaum zu glauben, das Wochenende ist schon wieder zuende. Ich ergebe mich dem Diktat und flüchte mich gleich in den Traum. Naja, nicht gleich … aber bald. Muss ja noch die Kaffeemaschine vorbereiten, den verfickt beschissenen und noch immer nicht zum Tod bereiten Köter ausführen. Dann muss ich noch zugetextet werden und dann irgendwann gegen 23:00 Uhr aufgeben. Ich werde dann in einen komatösen Zustand versinken und all die verlorenen Ideale und nicht genutzen Chancen mit in ein schwarzes Loch ziehen welches sich gegen 6:00 Uhr wieder schliesst und mich auskotzt damit ich wieder von vorn beginne … Frühstück für die Familie … der Hund … das Kind in den Kindergarten … ab ins Büro.
Ich denke, also bin ich?
Ich reagiere, also bin ich!
Wielange muss man das eigentlich durchziehen bis man vollautomatisch bei Sturm und dichtem Schneeschauer vor die Tür geht und sinnfrei den immer mehr werdenden Schnee wegschippt anstatt zu warten bis es sich legt? Geht da erst die rechte Hirnhälfte drauf oder muss man bis auf den Verlust des Stammhirns warten?
Menschenpack
Veröffentlicht von Jens Henschel
Wie oft habe ich mich über das Pack in Supermärkten aufgeregt? Zu oft wahrscheinlich, aber das degenerierte Volk aus unreflektierenden Primaten schafft es immer wieder mich zur Weißglut zu treiben und mir Artikel mit Blut aus meinen verkrampften Fingern zu pressen.
Das Drecksvolk wurde mit der Wahnsinnsnachricht paralysiert dass das Land Brandenburg von unglaublichen 25cm Neuschnee heimgesucht werden würde und kauft nun als würde es für Wochen nix mehr zu fressen geben. Aber anstatt panisch durch die Gänge zu rennen und nutzlosen Dreck in den Korb zu kippen bleibt der gemeine Primat im Gang stehen, achtet darauf diesen auch optimal zu versperren und hält Ausschau nach anderen Primaten die sich gerne vom Überlebenstraining ablenken lassen. Ist erstmal jemand gefunden der in der Lage ist drei Minuten zu stehen ohne ins Kaufrauschentzugskoma zu fallen wird ausgiebig beraten wie man denn die kommenden weißen Schneewochen verbringt. Eckkneipe fällt aus weil man dazu in die Kälte muss und das Geld eh knapp ist wenn man erst die Kisten Bier und Schnaps aus dem Shopping-Tempel geschleppt hat. Also verabredet man sich bei einem Alkoholwilligen der derzeit noch nichts davon weiß und der mindestens ebenso weit vom heimischen Herd entfernt ist wie die Eckkneipe die man wegen Schnee und Eis meiden wollte. Kostet ja nix, kann man ja mal machen.
So lungert dieses labernde Pack in den Gängen des SupiFickUndKaufMichMarkt herum und versperrt denen den Weg die tatsächlich Angst haben, Angst davor nie wieder aus dieser verfickten Halle fliehen zu können weil tausende Hirnamputierter Herzpatienten mit Briefmarkensammelhintergrund den Weg versperren und auch noch die Frechheit besitzen sich zu beschweren wenn man mit dem eigenen Einkaufswagen versucht gewaltsam die Straßensperre aus überfüllten Wagen zu durchbrechen da niemand ein “entschuldigen Sie, dürfte ich bitte durch?” vernimmt wenn draußen drei Schneeflocken das Ende der Welt einläuten.
Besonders geil kommen aber die Rentner die den ganzen beschissenen Tag Zeit haben ihr halbes Toast und eine kleine Leberwurst zu kaufen, sich das aber ein halbes Jahr lang aufsparen und erst dann für die nächsten zwanzig Jahre einkaufen gehen wenn alle anderen von der Arbeit kommen und nur mal eben ein Feierabendbier ziehen wollen. Gehts noch? Muss das runzelige Gesindel sich unter die aktive Menschheit begeben? Die Trottel schimpfen doch sonst auch nur auf diejenigen die sich noch zielgerichtet bewegen können. Warum begeben die sich unter die Massen die sie als Hassobjekt auserkoren haben? Um neues Material zu sammeln? Wohl kaum, als wenn Wilhelm Peter Konsolinksy ein Interesse daran hätte andere Leute zu treffen, die Bekloppten wollen doch nur dafür sorgen dass sich jemand aufregt damit sie selbst nochmal kotzen können wie 45 als der geliebte Führer so ehrenhaft von uns ging.
Ich hasse dieses ganze Pack das nicht in der Lage ist zu sehen dass sie nicht allein auf diesem Planeten sind. Die Arschlöcher die mit tonnenweise Kleingeld die Kasse verstopfen, die Wixxer die ihren Einkauf ein dutzendmal abrechnen weil sie nicht in der Lage sind dies anhand eines Kassenbons mit den Leuten klar zu machen für die sie eingekauft haben, die Drecksäcke die Sachen kaufen auf denen kein Strich-Code ist und welche die Kassiererin dazu zwingen dutzende Mitarbeiter durch den Markt zu schicken um herauszufinden was der Trottel da aus dem Regal gefischt hat.
Einen schönen Einkauf wünschen wir allen Kunden die ein halbes Leben lang Zeit haben,
Ihr SupiDupiFickDichSelbstMarkt Team!
Ein Schritt vor dem Horizont
Veröffentlicht von Jens Henschel
Mein Papa hat mich heute angerufen. Das tut er oft, aber heute wollte er etwas ganz besonderes besprechen: Seine Intoleranz und Distanz in den Jahren meiner Jugend. Er war damals stets distanziert und extrem streng. Ich schob das aber stets auf die Tatsache dass er nicht mein richtiger Vater ist.
Heute nenne ich ihn “Papa”.
Er rief mich an um sich dafür zu entschuldigen und während ich das hier schreibe verschleiern Tränen meine Augen. Es ist der zugeschnürte Hals und das brennen in der Brust. Ich möchte schreien, ihm helfen und sagen: “Es ist O.K.! Wir sind Freunde!” …
Was ist denn morgen wenn er nicht mehr da ist? Wo ist der Opa, der letzte Opa, für meinen Sohn? Wo ist die Kraft an der Seite meiner Mutter die all ihre Kraft in diesen Mann investiert hat, einen Haken in ihn geschlagen hat um nicht vom Berg des Lebens zu fallen?
Was kann ich tun? Was kann ich leisten? Kann ich ihm helfen? Kann ich meiner Mutter helfen wenn für ihn jede Hilfe zu spät ist? Was tue ich mit meinen Brüdern, deren Frauen und deren Kindern? Wir sind viele!
Ich muss schlafen … ich muss das in mein Leben einbauen.
Ich muss schlafen.
[EDIT]
Als gestandener Mann hat mein Vater zuviel Aufhebens um Nichts getan und es eröffnete sich dass er noch viele, viele Jahre vor sich hat. Der ganze Rotz umsonst und der Tränenvorrat wieder dezimiert. Ich sagte ihm dass ich das vergossene weniger weinen könne wenn er denn wirklich mal in nasser Erde läge … er rut mir einen Beutel Wasser mitzunehmen. Papa ist wieder da, der Humor ist wieder da … somit kann auch ich wieder hier sein.
Hey Dulsberg, hey Bördebehörde … alles anschnallen, ich belästige wieder!
[/EDIT]